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Kaity Polymatidou, 65kg in eine Jahr abgenommen

„Hör nie auf zu kämpfen für etwas, das du dir wünschst – auch nicht, wenn die anderen Leute das nicht verstehen können.“

Kaiti Polymatidou, 26, Erzieherin, von über 140kg 2018 auf Normalgewicht 2019. Über 65kg in weniger als einem Jahr abgenommen.

„Das ist bei den „Fetten“ wie bei Magersucht-Kranken. Du kommst an einen Punkt und auf einmal hast du es übersehen… und dann, eines Tages, ist es mir klar geworden: ‚Ach du Scheiße, was mach ich denn?!‘ Und dann habe ich mit Sport begonnen… .“

Kaiti auf dem Bild hat sich in einem knappen Jahr fast halbiert. Von anfangs über 140kg sind mittlerweile 65kg weggeschmolzen. 65kg, das ist ein ganzer erwachsener Mensch. Sie hat ihr Leben umgekrempelt und strahlt… nicht nur gefällt sie sich deutlich besser, sondern kann auch mit den Kindern rutschen, spielen und der U-Bahn nachrennen und noch erwischen – ohne danach ein Sauerstoffzelt zu benötigen.

Wie konnte es zu über 140kg überhaupt kommen?

In ihrer Kindheit war Kaiti nicht dünn, aber auch nicht dick. Konfektionsgröße 38-40. Die Ernährung war allerdings damals schon nicht gut: Pizza, Fertigsachen etc. … allerdings hat sie „wenig“ und selten gegessen und kam auch recht lange damit durch. Problematisch wurde es erst dann, als sie für Studium und Arbeit von Griechenland nach Deutschland zog. Sie musste dafür ihren Freund und ihre Freundinnen zurücklassen. Mit der Uni und dem Stress kamen dann die ersten 10kg drauf. Das hat die Negativspirale schließlich ins Rollen gebracht. Sie begann sich zu isolieren, weil sie sich zu dick fühlte und schämte… Auch wenn es dato nur 80-85kg waren, fühlte sie sich „wie ein Elefant“, als hätte sie 140kg.

“Ich habe nur noch frustriert gegessen, gelernt und bin in meiner Wohnung geblieben, nicht mehr raus gegangen…schön, ge‘? Dass ich dann gebildet war, aber trotzdem doof ;)“

Da sie sich selbst als ‚alles oder nichts‘-Menschen bezeichnet, war es dann für sie auch kein großer Unterschied mehr, ob sie nun „fett und unzufrieden“ oder „noch ein bisschen fetter und noch ein bisschen unzufriedener“ war. Bis sie eines Tages doch den Punkt erreicht hatte, an dem es für sie endgültig zu viel wurde. Der Punkt kam, als sie einen Job in einer Kita gefunden hatte, den sie sehr mochte…

„… ich wollte für die Kinder aktiv sein (können)… Rutschen, mit den Kindern einfach spielen, für sie da sein… und Bewegung generell war nicht mehr ganz leicht. Vieles konnte ich einfach nicht machen.“

Mit dem neuen Ziel abzunehmen und fit zu werden, hat sie sich im Internet über Ursachen und Lösungen der Fettleibigkeit informiert und nach 2 Jahren Aufschieberitis à la „diese Pizza esse ich noch, aber morgen fange ich an“, begann sie schließlich tatsächlich. Ihr erstes Ziel war es, aus der Wohnung raus zu kommen und aktiv zu werden. Sie hat sich die Unterstützung eines Personal Trainers und einer Ernährungsberaterin geholt und die ersten Fettpolster abgelegt… bis auf knapp unter 100kg. Mit etwa 97kg begannen wir dann Anfang diesen Jahres mit unserer Zusammenarbeit.

„Ich bin ins Fitnessstudio reingeplatzt und hab‘ gesagt, dass ich einen Trainer brauche, der nicht schimpft und schreit und der gute Nerven hat, weil ich viel meckere… dann haben sie dich vorgestellt… dein Körper hat gepasst und dein Charakter auch, zumindest am Anfang…“.

Sie hatte mit meinem Training schnelle Ergebnisse sehen können, da die Haut straffer wurde, sich schnell Muskeln bildeten und sie stärker wurde. Als sie dann auch NUR noch meine Ernährungsratschläge befolgte (statt die Meinung 3er Berater zu mischen), ging‘s auch wieder mit dem Abnehmen schnell voran: „und auf einmal waren wieder 8kg weg.“ Im Training haben wir von Anfang an Gas gegeben, allerdings mit Rücksicht auf ihren Leistungsstand und das Training den aktuellen Gegebenheiten flexibel angepasst und ständig optimiert. Inhaltlich besteht das Training aus einem längeren Kraftanteil und knackigen Intervall-Finishern wie Seilspringen, Burpees, Prowler.

„Schreib nicht, dass ich gekotzt hab!! 😉 du bist echt… schreib doch gleich noch, hinter welchen Busch ich gekotzt hab, damit mich die Polizei anruft.“

… Ihr Ehrgeiz und der Wille, die Komfortzone zu überschreiten, zeichnet sie aus :).

Über die Personal Trainings und die Ernährungsempfehlungen hinaus ging ich ihr auch im Urlaub gelegentlich auf die Nerven und habe sie gezielt an Dinge erinnert, die sie sich vorgenommen hat. So haben wir einen Begleitungsgrad gefunden, wie wir das harte Training und die Disziplin auf eine humorvolle und unterstützende Art und Weise gestalten und gemeinsam durchziehen können. Auf Dauer sind es Resultate und eine gewisse Art von Spaß, die dich dranbleiben lassen.

„Als ich im Urlaub war, hast du mich davor gebremst, dass ich Eis gegessen habe und mich unterstützt und so hab‘ ich im Urlaub 3 Kilo abgenommen, das war super, Christoph, deshalb hab‘ ich dir auch das Geschenk mitgebracht, das war für deine Unterstützung.“

Sie will eine langfristige Umstellung ihres Lebensstils erreichen und nicht pausenlos hat sie sich absolut strikt ernährt. Allerdings war sie immer ehrlich zu sich selbst und nahm in Kauf, dass bei suboptimaler Ernährung das Abnehmen länger dauern würde. Mittlerweile hat sie die einstige Esssucht zu einer kleinen Sportsucht gewandelt und ist „jetzt stur und will das erreichen, was sie sich in den Kopf gesetzt hat“. Sie geht nun auch alleine ins Fitnessstudio, auch wenn sie sich nach wie vor sehr schämt. Allerdings ist sie schon deutlich selbstbewusster und nimmt die Meinung von anderen zwar an, aber sich nicht mehr so zu Herzen.

Rückblickend auf ihr damaliges 140kg schweres Ich ist sie sehr stolz, da sie es selbst und ohne kosmetische Eingriffe geschafft hat. Vor einer Transformation dieser Art kann man nur den Hut ziehen und Menschen in einer ähnlichen Lage Mut machen. Wir alle machen Blödsinn und müssen mit den Folgen klarkommen… die Zeit kann keiner zurückdrehen, aber in der Gegenwart die richtigen Entscheidungen treffen und dadurch die Weichen für eine bessere Zukunft stellen, das hat jeder selbst in der Hand. Kaitis Antwort auf die Frage, was sie jemandem in ihrer Anfangssituation mitgeben möchte:

„Gib niemals auf, weil du alles im Leben korrigieren kannst… . Man soll nie aufhören zu kämpfen für etwas, das man sich wünscht – auch wenn andere Leute das nicht verstehen können (zu teuer, Zeitverschwendung…). Man muss aber 1-2 Stunden am Tag für sich finden, ansonsten macht man was falsch…“

Christoph Öller: „Kaiti, irgendwas, was du sonst noch loswerden möchtest?“

Kaiti Polymatidou: „den Christoph 😀 Nee, aber echt jetzt… Wenn ich dich nicht mehr brauche, dann heißt das, dass ich fit bin… wie bei den Vogelbabys. Du bringst ihnen das Fliegen bei und dann sind sie selbstständig und können von alleine fliegen… .

Ich messe meine Leistung als Coach sehr stark daran, ob ich jemandem etwas beibringen kann, was diese Person langfristig dazu befähigt, selbstständig zu trainieren, die richtigen (Ess-)Entscheidungen zu treffen und auch eine starke Persönlichkeit zu werden. Eine Persönlichkeit, die Verantwortung übernimmt, ihre Meinung sagt und sich traut, das zu sein und zu werden, was sie sich wünscht.

Du bist dir noch nicht sicher, was genau du willst und wie du es erreichen kannst, aber weißt ganz sicher, dass du dich verändern willst? Schreibe mich gerne an und ich berate dich unverbindlich, was ich an deiner Stelle tun würde – oder andere mit meiner Begleitung bereits getan haben :).