AllgemeinTipps für den Alltag und Mindset

Über mich (deutsche Version)

Ändere deine Gedanken, ändere deinen Körper, ändere dein Leben…

Sommer 2015. Da war ich nun: Fett und unzufrieden. Rauchen, Saufen, Fertigpizza und die Arbeit aushalten… Ich stellte mir erstmals die Frage, ob ich tatsächlich darstelle, was ich darstellen will und für die wichtigen Personen in meinem Leben das beste Vorbild bin, das ich sein kann. Sowohl privat als auch beruflich war die Antwort ein klares „Nein“.

Ein Körper wie die Spartaner in „300“ – würde ich das schaffen? Dieses Bild im Kopf, fasste ich mir ein Herz, als ich mein eigenes Spiegelbild schließlich nicht mehr ertragen konnte… Ich fing an, mein Leben aufzuräumen, stellte meine Ernährung um: reduzierte Zucker, Weizen-, Milchprodukte, Alkohol. Eliminierte sämtliche Störfaktoren, die mich von meiner Zielerreichung ablenkten. Begann zu trainieren und machte Fortschritte.

Was mein Nachher-Bild nicht zeigt, sind die viele Rückschläge, Ängste und Hindernisse, die ich in den 4 Jahren der Transformation überwinden musste...– Ich schämte mich anfangs davor, außer Haus oder ins Fitnessstudio zu gehen, weil ich die Blicke und Reaktionen der Menschen nicht ertragen konnte („fat shaming…“). Einer der Antriebe war die Vorstellung dessen, wie mein Umfeld wohl auf das Nachher-Bild reagieren würde, doch bis dahin plagten mich Zweifel, ob ich jemals schaffen könnte, was ich mir in den Kopf gesetzt hatte. Meine Vision und mein Wille zur Veränderung waren letztlich aber stärker und ich habe immer weiter gemacht. Ich bin an jedem Hindernis gewachsen und stellte mich immer größeren Herausforderungen. In den 4 Jahren der körperlichen Veränderung habe ich gelernt, dass es NIE nach Plan und IMMER außerhalb der Komfortzone läuft, dass Entbehrungen und viel Hingabe nötig sind sowie ein laserartiger Fokus auf das Ziel. Vor allem aber, dass man es nie allen Recht machen kann und es oft ein sehr einsamer Weg ist. Meine körperliche Transformation erforderte also viele Prinzipien und Eigenschaften, die man bei erfolgreichen Geschäftsleuten wiederfindet…

Ein Unternehmer ist jemand, der von der Klippe springt und im Sturz ein Flugzeug baut (Reid Hoffman, Mitgründer LinkedIn)

Und da war ja noch mein Job: Ingenieur bei einem namhaften Automobilhersteller. Der Traum von vielen…, doch für mich hieß das morgendliche Weckerklingeln: „Jeden Tag der gleiche Scheiß“. Nach 5 Jahren „Traumjob“ hatte ich depressionsähnliche Zustände, wenn ich nur dran dachte, das Büro zu betreten, den Rechner hochzufahren – es gab 1000 Gründe, das Unternehmen zu verlassen und irgendwann war der Frust groß genug. Ich überwand den normalen Respekt vor dem Unsicheren und kündigte, um meiner neu gewonnenen Leidenschaft, dem Personal Training, zu folgen. Ich hatte zwar bereits viele Seminare besucht, nebenbei im Fitnessstudio gearbeitet und erste Kundenerfolge produziert, doch kurzgefasst kündigte ich, als ich noch nicht wirklich bereit dafür war: im Dispo und keine Ahnung, wie ich hier in München mein eigenes Business aufziehen wollte. Interessanterweise wurde ich aufgrund meiner Kündigung zum Psychologen und zum Psychiater geschickt. Scheinbar ist berufliches Risiko und das Aufgeben des warmen, gut bezahlten Nestes doch zu „krank“ für „normale“ Menschen. Gut, dass ich alle „Zweifler“ an meinem Vorhaben ignoriert habe und meinem Instinkt, etwas zu verändern und das auch zu schaffen, folgte. 

Naja, ein Jahr nach meiner Kündigung kann ich stolz und beruhigt behaupten, dass meine schlimmsten Befürchtungen nicht ansatzweise eintraten. Bedenken hatten nur die, die sich selbst nicht trauten, etwas zu wagen. Ich beschloss also, die Meinung von „Sicherheitsliebhabern“ ab sofort komplett zu ignorieren

und AUSSCHLIEßLICH den Rat derer, die auch etwas (selbstständig) geschafft haben, zu befolgen. Die eigentliche Frage ist nie, aus welchen Gründen du deine Träume nicht leben solltest, sondern, was du erreichen willst und welchen Weg du bereit bist dafür zu gehen. Es gibt Mentoren, die denselben Weg schon gegangen sind. Nutze ihre Erfahrung, zahle, was sie wert sind und befolge ihren Rat.

„Man’s greatest burden is unfulfilled potential“ (Dan S. Pena, 50 Billion Dollar Man)

Eine Medaille, ein überdurchschnittliches Einkommen oder ein Sixpack sind Trophäen und schöne Momentaufnahmen.

Ich habe sowohl bei meiner körperlichen als auch beruflichen Transformation festgestellt, dass das Überwinden von Hindernissen und die kontinuierliche persönliche Entwicklung zu Erfüllung führen und glücklich machen. Der harte, steinige Weg außerhalb der Komfortzone und über deine größten Ängste hinauszuwachsen ist das, was dich stolz und glücklich macht. Klar, du kannst nicht alles haben – große Ziele erfordern großen Einsatz. Keine Freiheit und Selbstbestimmtheit ohne Risiko. Ambitionierte Ziele verlangen Fokus und klare Prioritäten. Feiern, Chillen, Kuchen bei den Schwiegereltern oder lieber Traumkörper? Selbstständig und flexibel sein oder sicheres Angestelltenverhältnis und Urlaub? Entscheide dich, übernimm Verantwortung und trage die Konsequenzen.

Ich habe viele unangenehme Entscheidungen treffen müssen und bereue ausschließlich, was ich mich nicht getraut habe zu wagen… Deshalb setze ich mir auch heute ständig neue und größere Ziele in all meinen Lebensbereichen. Mit Stolz, Leidenschaft und ehrlicher, harter Arbeit will ich alles ausschöpfen, was in mir steckt. Ich wünsche und rate auch dir, dein Potenzial richtig zu nutzen und so mit voller Hingabe deine Ziele zu erreichen. Wie schon die Spartaner sagten: „With your shield, or on it“ :).

Mach jetzt den Test, lass uns deine Ziele definieren und gemeinsam daran arbeiten.

Dein

Christoph Öller